Über uns

Wir sind eine Jugendgruppe der Gemeinde St. Barbara Littenweiler mit derzeit ca. 35 aktiven Mitgliedern. Wöchentlich bieten wir Gruppenstunden für alle Altersklassen an und machen jährlich große Zeltlager, Hüttenwochenenden oder andere Aktionen bei denen man viel Spaß und Action erlebt.

 

Stammes Geschichte

Zunächst war in der Pfarrei St. Barbara nur die Pfarrjugend existent, die in Mädchen- und Jungengruppen getrennt war. 

In den Pfingstferien 1949 traf der damalige Truppenführer Eberhard Bühler irgendwo am Bodensee mit Sankt- Georgs- Pfadfinder zusammen. Davon war er so begeistert, dass er nach seiner Rückkehr mit unserem Einvernehmen eine DPSG- Sippe in der Pfarrei gründete. Wölflinge, Jungpfadfinder oder Rover gab es zunächst nicht. Auch das Trupp- System war noch unbekannt. Die Pfadfinderstufe war in einzelne Sippen organisiert.

Kurt Lehr, Stammesgründer
 Kurt Lehr, Stammesgründer

Das war die erste DPSG- Gemeinschaft in der Pfarrei, die „Keimzelle“ für weitere DPSG-Gruppen in der Pfarrei und der Stadt Freiburg. In meinem Pfadfinderausweis ist als Gründungsdatum der 1. Juni 1949 festgeschrieben. Die Sippe bestand aus Jugendlichen im Alter zwischen 14- 17 Jahren. Folgende Namen sind mir noch in Erinnerung: Eberhard Bühler, Peter Müller- Ruby, Bernhard Priesner, Heiner Rittemann, Josef  Acker, Harald Kienzler und Kurt Lehr. Sie gaben der Sippe den Namen „Löwe“. Der Sippenführer wurde Kornett genannt. Das waren sozusagen die Gründungsväter des Stammes, der sich später Berthold II von Zähringen nennen sollte. Die Sippen- Stunden fanden in dem Vinzenziushaus statt, wo auch der Kindergarten und die Wohnung der fünf Ordensschwestern war. Das Vinzenziushaus wurde abgerissen als der neue Kindergarten gebaut wurde.

1949 gab es in der Erzdiözese Freiburg 11 Stämme mit 294 Georgs-Pfadfinder. Von den Stämmen erinnere ich mich an: Weil, Lörrach, Karlsruhe, Mannheim, Überlingen, Villingen und Konstanz. „Damen“ waren noch nicht zugelassen, dafür gab es die PSG.

Das erste größere Unternehmen der Sippe Löwe war vom 4. bis 28. August 1949 eine Radtour zu fünft an die Nordsee. Die Fahrräder hatten nur einen Gang. Bei den mitgeführten Zelten handelte es sich um amerikanische Zwei- Mann- Militärzelte ohne Boden. Schlafsäcke hatten  wir nicht, jeder hatte eine Wolldecke. Das Endziel der Reise war die Insel Norderney.

Als kurzfristigen Zeltplatz benutzten wir ein damals noch nicht bewachsenen Teil des Ufers des Mathisleweiers bei Hinderzarten und ca. 800m südlich ein Plätzchen mit Quelle beim Pfadfinderdenkmal.  Badeausflüge machten wir an den Rhein bei Breisach, der damals noch ein recht bewegter Fluss war. Für Geländespiele war die Hochburg bei Emmendingen beliebt. In der Grotte oberhalb von Littenweiler veranstalteten wir 1949 mit der Sippe Löwe eine Waldweihnachtsfeier.

 Berthold II. von Zähringen

Das Sommerlager 1950 fand dann in der Nähe von Arzbach bei Koblenz statt, wo wir mit 28 Teilnehmer  (Wölflinge und Pfadfinder) teilnahmen. Inzwischen hatte sich eine zweite Sippe gegründet, die „Adler“ hieß. Die An- und Abreise erfolgte mit der Eisenbahn bis Koblenz, von wo wir auf einem offenen Lastwagen zum Lagerplatz fuhren. Stadtpfarrer Leonhard Grimm stimmte der Gründung der St. Georgspfadfinder nur zögernd zu, weil nach dem 2. Weltkrieg nur der BDKJ in den Pfarreien die Jugendarbeit repräsentieren sollte und auf die Grünung irgendwelcher Gliederungen verzichtet werden sollte. Der damalige Erzbischof Wendelin Rauch war auch ein Verfechter der bundesweit zentralen Rolle des BDKJ,  dem später die DPSG als Gliedverband ohnehin angehören sollte. Trotzdem war er anwesend, wenn Pfadfinder ihr „Versprechen“ ablegten und sprach die vorgesehenen Segensworte.

Mit der Zeit kamen interessierte Jungen, aus der Pfarrei Dreifaltigkeit, aus Ebnet, Kappel und Littenweiler zu der inzwischen zum Stamm angewachsenen Gemeinschaft. Mitte 1950 war das von meinen Eltern geplante Häuschen in der Mooswaldsiedlung bezugsfertig. Dort gründete ich in der Pfarrei Heilige Familie im Alleingang den Stamm Kuno von Falkenstein. In der ersten Sippe, sie hieß Wolf, befanden sich auch Jungen aus St. Urban und St. Konrad, die dann wieder als „Gründer“ in den Pfarreien St. Urban, St. Martin und im Stühlinger fungierten. Gerhard Schmidt (Heilige Familie) sollte später lange Jahre Landesfeldmeister werden. Im Rahmen meiner Berufsausbildung wurde ich 1953 nach Göppingen versetzt. Der dortige Stamm suchte einen Sippenführer und so fand ich schnell Anschluss an die dortigen St.Georgspfadfinder.   

Kurt Lehr, Juli 2013